Neubau Hofkellerei Wilfersdorf

Bericht im Vaterland
19. Februar 2011

Die Atmosphäre muss stimmen

In den vergangenen Jahren hat die Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein in Österreich in die Qualität des Weins investiert. Nun entsteht im Weingut Wilfersdorf auch ein entsprechendes repräsentatives Gebäude mit Verkaufsräumlichkeiten.

Von Richard Brunhart

Vaduz. – «Wenn man den Anschluss an die Spitze schaffen will, dann muss man auch etwas bieten», sagt Erwin Gisler, Geschäftsführer der Domäne Vaduz der Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein. Deshalb sei in den vergangenen Jahren im Weingut Wilfersdorf in die Kellerräumlichkeiten beziehungsweise die Anlagen investiert worden, um qualitativ hochstehende Weine produzieren zu können. Der wichtigste Schritt sei damit vollzogen. Doch es gelte, den Kunden in Österreich auch ein entsprechendes Ambiente zu bieten – wie bereits seit zehn Jahren den Weinliebhabern, die Vaduz besuchen.

Verkauf am Produktionsstandort

Eine der Qualität des Weins entsprechende Atmosphäre haben die Verkaufsräumlichkeiten in Österreich bislang nicht bieten können. Denn Wilfersdorf sei als reiner Produktionsstandort konzipiert worden, erklärt Gisler. Der Verkauf sollte sich auf Vaduz konzentrieren – wo auch heute noch rund 50 Prozent der österreichischen Produktion vertrieben werde. Diese Trennung wird mittlerweile nicht mehr als zeitgemäss erachtet. Die Kunden sollten dorthin eingeladen werden, wo produziert wird. «Das ist das, was die Menschen sehen wollen», sagt Gisler. «Deshalb haben wir auch so viele Gäste, die von weither nach Vaduz kommen.» Der Bezug zum Produkt sei ein anderer, wenn man weiss, woher es kommt.

Errichtet wird ein modernes Gebäude (siehe Bild) – das aber dem eigenen Baustil des Weinviertels entspreche, verspricht Gisler. Insbesondere sollen regionale Materialien verwendet werden. Für Modernität spricht unter anderem das begrünte Dach, auf dem sich auch Menschen aufhalten können werden. Ein Prunkbau werde es nicht. Es sei mittlerweile aber doch nötig gewesen, den älteren, einfachen Bau, der beispielsweise auch nicht heutigen Standards bezüglich Isolierung entsprochen hatte, zu ersetzen. Bereits im November dieses Jahres sollen die neuen Räumlichkeiten bezogen werden können.

Übergang geregelt

Neben einem Verkaufsraum wird es auch einen Degustationsraum, administrativen Räume, eine Abfüllhalle und einen Veranstaltungssaal im neuen Gebäude geben. Der Degustationsraum und die Terrasse, die auch für private Feierlichkeiten, Seminare oder Weihnachtsfeiern genutzt werden können, bieten für jeweils 60 Personen Platz. Der Verkauf am Standort Wilfersdorf, wo das alte Gebäude bereits abgerissen wurde, um dem neuen Platz zu machen, gehe in der Zwischenzeit im Schloss Wilfersdorf weiter, erklärt Gisler.

Die Wirtschaftskrise gespürt

Und mit den neuen Räumlichkeiten soll der Verkauf weiter anziehen. Die Wirtschaftskrise hätten auch sie gespürt, so der Geschäftsführer. Es sei nicht mehr so viel spontan für Güter wie Wein ausgegeben worden.

Dem Weingut entgegen komme auch eine neue Autobahn ins Weinviertel. Dadurch werde der Verkehrsweg von Wien nach Wilfersdorf von einer auf rund eine halb Stunde verkürzt – und damit ist auch ein Besuch für Touristen interessanter geworden.

Weitere Informationen zur Fürstlichen Domäne Wilfersdorf unter www.hofkellerei.at

 

   
Neubau Hofkellerei Wilfersdorf
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Auszeichnung für Weine der Hofkellerei

Inserat in der Liewo vom 5. September 2010

Das Qualitätsprädikat "Grand Cru Liechtenstein" ist die höchste Qualitätsstufe für Liechtensteiner Weine. "Wir sind stolz, dass unsere beiden Top-Weine "Vaduzer Pinot Noir AOC Abt 2008" und Vaduzer Pinot Noir AOC Bocker 2008" von der Weindegustationskommission so gut beurteilt wurden, dass sie diese Qualitätsprädikat tragen dürfen", so Geschäftsführer Erwin Gisler.
  Mit grossem Engagement pflegen und selektionieren die Kellermeister das Traubengut. Sie bringen Leidenschaft und Erfahrungen in die Weinbereitung ein und nutzen das Know-how der jüngsten Weinbauforschung, um Qualitäten hervorzuzaubern, die das Prädikat «fürstlich » verdienen.

Die «Grand Cru Liechtenstein»
Die 2008er «Grand Cru Liechtenstein» der Hofkellerei überzeugen durch eine sehr dichte und kräftige Farbe. Die ausgewogenen Fruchtnoten verbunden mit einem Hauch von Barrique zeichnen diese beiden Klassiker aus.
  Die Weine sind vorzüglich zu Wildspeisen, dunklem Fleisch und rassigem Käse. Sowohl der «Abt» wie der «Bocker» sind bereits trinkreif und haben ein vielversprechendes Potential für die nächsten Jahre.

   
Aktuelle Pressestimmen

Falstaff Weinguilde 2007 / 2008

90 Punkte von 100
Zweigelt / Merlot Cuvée Principatus 2003

88 Punkte von 100
Merlot Anberola Selektion Karlsberg 2003

88 Punkte von 100
Zweigelt Profundo Selektion Karlsberg 2003

88 Punkte von 100
Traminer Clos Domaine 2006

87 Punkte von 100
Sauvignon Blanc Clos Domaine 2006

87 Punkte von 100
Riesling Clos Domaine 2006

 

Falstaff September /Oktober 2005

Rotwein im Weinviertel

..... Sehr gute Rotweine aus Zweigelt und Merlot kommen aus der Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein in Wilfersdorf, die mit rund 25 Hektar über beträchtliche Rotweingärten verfügt.

Verkostungsnotiz:

88 Punkte von 100
Zweigelt Profundo Selektion Karlsberg 2002


Kräftiges Karmingranat, breitere Randaufhellung, in der Nase tabakige Abgänge, mit etwas Balsam unterlegt, Dörrostnoten, am Gaumen elegant, fein eingewobenes Beerenkonfit, besitzt eine fruchtige Frische, vielseitiger Speisenbegleiter.

   
NZZ am Sonntag

Wein-Keller Fürstlich

3 Juni 2007
NZZ am Sonntag

Es gibt sie, die Ursprungsbezeichnung AOC Vaduz. Dort bewirtschaftet die Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein eine Rebfläche von 4,5 Hektaren, zu 90 Prozent mit Pinot Noir und zu 10 Prozent mit Chardonnay bestockt. Die durchschnittlichen Erträge liegen bei bescheidenen 600 Gramm pro Quadratmeter. Das fürstliche Weingut, zu dem auch die Domäne Wilfersdorf im österreichischen Weinviertel gehört, lässt seine besten Qualitäten in kleinen Eichenfässern reifen. Besonders gut gelungen ist der Vaduzer Pinot Noir Abt 2005. Sortentypisch, frisch, schöne Struktur, gut integriertes Holz und ein mittellanger Abgang sind Eigenschaften dieser Entdeckung aus einer kleinen und kaum bekannten Wein-Appellation. (kep.)
   
Washingtonpost


Bottles With a Princely Pedigree -

Wednesday, January 10, 2007; F02

The wines of Liechtenstein are not listed in Robert M. Parker Jr.'s 1,635-page "Wine Buyer's Guide." That's the equivalent of being omitted from the telephone directory, except that usually telephone numbers are not in the book because someone doesn't want to be found. Liechtenstein, a small but prosperous landlocked principality between Austria and Switzerland, wants Americans to find its wines.

Most Liechtenstein wines, though, aren't technically from that country. They are from nearby Austria, but they have a Liechtenstein pedigree. Prince Hans-Adam II, listed by Forbes magazine as one of the world's 10 wealthiest rulers, with a family fortune that dates back almost nine centuries, is not only Liechtenstein's head of state but also owner of the leading winery.

The princely winemaking tradition dates to 1436, when Christoph von Liechtenstein bought vineyards near Wilfersdorf, about 25 miles northeast of Vienna in the Weinviertel growing region of Austria. Until fairly recently, production was reserved for the entertaining and dining needs of the so-called princely house, which included castles and palaces in what is now Austria, the Czech Republic and Liechtenstein.

In addition to the Wine of the Week, three tasty offerings from the court winery have recently become available in Washington and in select markets across the country.
Hofkellerei des Fursten Von Liechtenstein Clos Domaine 2005 Riesling ($17): Complex and lively, this dry, melon-scented Riesling offers a superb balance between fruit and acidity.
Hofkellerei des Fursten Von Liechtenstein Veramo 2003 Merlot-Zweigelt ($18): This soft, berry-flavored red wine is a harmonious blend of merlot and the spicy, fruity zweigelt grape, a popular Austrian red variety.

Hofkellerei des Fursten Von Liechtenstein Clos Domaine 2004 Zweigelt ($17): Well-structured and polished, it has plenty of fruit and is aged in casks of oak from the forests surrounding the vineyards.